Stevia

Das Süßungsmittel der Indianer

Stevia rebaudiana stammt ursprünglich aus der Grenzregion zwischen Brasilien und Paraguay, wo sie von den dortigen Indianern seit undenklichen Zeiten genutzt wird. Im Jahr 1887 wurde sie von dem Schweizer Botaniker Moises Giacomo Bertoni entdeckt. Ihr voller botanischer Name lautet deshalb Stevia rebaudiana Bertoni. Die Pflanze fühlt sich generell in subtropischen Regionen wohl und wird heute weltweit kultiviert, unter anderem in Japan und China.

Stevia auf dem Vormarsch

Die Stevia Verarbeitung ist international auf dem Vormarsch. Immer mehr Länder entdecken für sich das agrar- und volkswirtschaftliche Potenzial, dass die unscheinbare Halbstaude aus Südamerika attraktiv macht. In Paraguay wird die Pflanze bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts in größerem Maßstab angebaut. Auch Brasilien und Argentinien entschieden sich früh für einen kommerziellen Stevia Anbau. Mitte der 1950er Jahre kam Stevia nach Japan, andere asiatische Länder zogen nach. Heute wird es in China, Taiwan, Südkorea und auf den Philippinen angebaut und verarbeitet. Auch Laos, Thailand und Indonesien gehören zu den Hauptproduzenten. In der westlichen Hemisphäre gibt es bedeutende Stevia Anbauflächen in Kanada, in Israel und in Kalifornien. Und auch verschiedene Mitglieder der EU – vor allem die südlichen EU-Staaten – kommen langsam auf den Geschmack und investieren zunehmend in vielversprechende Stevia Projekte.

Stevia als Topfpflanze

Die Stevia-Pflanze liebt Licht und Wärme, der Standort darf dabei auch ruhig etwas windig sein. Das Wechselspiel zwischen feuchter und trockener Erde fördert ähnlich wie bei Basilikum das Wurzelwachstum. (Stevia rebaudiana).

Ideal als Topfpflanze für den Balkon oder Terrasse. Sie erreicht eine Wuchshöhe von bis zu einem Meter. Wegen des schönen Blattlaubs wird das Süßkraut bei uns auch gerne als Zierpflanze eingesetzt.

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Stevia Geschmack

Moisés Bertoni, der die Stevia Pflanze klassifiziert hat und der den Stevia Geschmack Ende des 19. Jahrhunderts das erste Mal kostete, war „überwältigt von der Süßkraft“ und von dem „süßen Geschmack“, den er nach dem Zerkauen eines Blattstückchens auch nach fast einer Stunde noch im Mund hatte. Was der Wissenschaftler damals noch nicht wusste war, dass die Süßkraft im Wesentlichen auf zwei Substanzen im Blattgrün zurück zu führen ist: Das Steviosid und das Rebaudiosid A. Beide Stoffe lassen sich heute rein isolieren und vermitteln einen deutlich angenehmeren Geschmack als vergleichbare künstliche Süßstoffe.

Richtige Dosierung

Einheitliche Richtlinien für die Stevia Dosierung lassen sich nur schwer formulieren, da sich verschiedene Stevia Zubereitungen hinsichtlich ihrer Süßkraft und ihres Geschmacks zum Teil ganz erheblich unterscheiden. Grundsätzlich gilt: Ungeübte Verbraucher sollten Stevia dosieren, indem sie die Stevia Süßkraft langsam antesten. Es ist einfacher, ein Getränk oder eine Speise mit Stevia nachzusüßen, als eine Überdosierung abzupuffern. Das gilt vor allem für ganze Stevia Blätter oder daraus gewonnenes Pulver, denn hier entscheiden Sorte, Temperatur und die Art des zu süßenden Gerichts oder Getränks darüber, wie stark sich die typische Stevia-Süße entfaltet. Die Süßkraft fertiger Steviosid-Zubereitungen lässt sich dagegen eher abschätzen, sofern der Gehalt an Steviolglykosiden bekannt ist.

Und die Zähne?

Zucker ist nicht gerade das Beste für unsere Zähne. Wer nicht das Glück hatte und abwehrstarke Zähne vererbt bekam, wird bei einer zuckerhaltigen Ernährung in seinem Zahnarzt längst einen guten Bekannten gefunden haben. Auch mühselige Zahnhygienemaßnahmen können den durch Zuckerverzehr früher oder später einsetzenden Zahnverfall kaum aufhalten.
Stellen Sie sich jetzt vor, wenn Sie nur einen Teil dieses Zuckers durch einen gesunden Süsstoff wie Stevia ersetzen könnten, welche Erleichterung dies für Ihre Zähne bedeuten würde. Stevia gilt nicht nur als anti-kariogen (karieshemmend), sondern soll außerdem die Entwicklung von Plaque (Zahnbelag) verhindern.